Volleyball – Die Strand Version

Die Olympischen Sommerspiele 2012 liegen hinter uns – über 40 Medaillen haben unsere deutschen Athleten mit nach Hause gebracht. Darunter auch das Beachvolleyball-Dreamteam Jonas Reckermann und Julius Brink. Großes Kino – ein hochspannendes Finale gegen Brasilien. Und am Ende schmetterten sich die beiden Deutschen zu Olympia-Gold.

Der sensationelle Gewinn der beiden dürfte die Begeisterung für den Sport noch mehr anfachen. Es ist nicht nur interessant zuzuschauen, es macht auch unglaublich viel Spaß selbst zu spielen. Man braucht nur ein Netz, ein Ball und ein paar Freunde. Und natürlich Badebekleidung, obgleich diese längst keine Pflicht mehr ist.

Ihren Ursprung hat diese Sportart in den zwanziger Jahren. Hier wurden in Santa Monica/Kalifornien die ersten Volleyball-Courts gebaut. Die ersten Spiele wurden von Familien ausgetragen – meistens sechs gegen sechs. Doch schon bald ging es richtig los.

Denn nun überquerte der Sport den Atlantischen Ozean. Unglaublich aber wahr: In einem französischem FKK- Badeort wurde Beach-Volleyball zu einem öffentlichen Spiel erklärt. Der Bekanntheitsgrad des Spiels ging über Frankreich, Bulgarien und der Tschechischen Republik bis hin nach Lettland. Das erste Spiel zwei gegen zwei wurde in Santa Monica gespielt. In den USA wurde das Spiel begeistert gefeiert. Bekannt wurde es aus dem Grund, weil viele Leute abends noch einmal am Strand spazieren gingen und anschließend zum Auspowern noch eine Runde Volleyball spielten.

Erst in 1996 wurde Beachvolleyball olympisch – und zwar bei den Sommerspielen in Atlanta. Das Finale wurde von 10.000 Zuschauern gesehen. Sieger bei den Herren waren Karch Kiraly und Kent Steffens aus den USA bei den Damen Jacqui Silva und Sandra Pires aus Brasilien.

Den Sport an den Strand zu bringen hat letztendlich etwas mit der Lebensart zu tun – in deren Mittelpunkt Sonne und Entspannung am Strand stehen. In die Fußstapfen des Beachvolleyball ist Beachsoccer getreten. Die ersten Wettkämpfe wurden 1992 in Los Angeles nach offiziellen Spielregeln ausgetragen. Doch die Idee stammt eigentlich aus Brasilien.

Viele Fußballspieler wechselten zur Beach Version – und machten das Spiel dadurch bekannter. Seit 1998 gibt es eine internationale Profiliga, in der bekannte ehemalige Profifußballer u. a. Eric Cantona oder die brasilianischen Nationalspieler Romario, Junior und Zico mitspielten.

Trotz der Professionalisierung beider Sportarten: Beim Sport am Strand steht der Spaß-Faktor an erster Stelle. Warmer Sand unter den Füßen, Sonne auf der Haut und ein traumhafter Meerblick vermitteln Urlaubsfeeling pur. Aber der Sport am Strand ist auch ein tolles Training für den ganzen Körper, das Kraft, Koordination und Ausdauer gleichermaßen schult.

Also, ab an den Strand!

Photo Credit: VSpress

Photo Credit: Viditu

 

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