Ranking der „grünen“ Länder

Von nicole | 12:45

Intelligente Nutzung sauberer Energie-Ressourcen in Island

Es gibt keine Standarddefinition wie grün eine Stadt sein sollte. Aber um herauszufinden, wie grün eine Stadt wirklich ist, versuchen Fachleute ihren Einfluss auf die Umwelt, den CO2-Fußabdruck zu definieren, indem sie unser Verhalten messen und die Kennzahlen studieren.

Wie ist die Wasser- und Luftqualität in der Stadt? Wie sauber sind die Energiequellen und wie effizient sind Verteilung und Nutzung von Energie? Gibt es Recycling-Richtlinien und genügend Wasseraufbereitungsanlangen?

Gibt es ein sauberes Transportmittelsystem? Wie viele Bäume gibt es pro Einwohner? Haben Einwohner Zugang zu biologisch angebauten Lebensmitteln?

Das sind nur einige Beispielfragen, die beantwortet werden müssen, um eine Stadt zur „Grünen Stadt“ zu erklären.

Die Herausforderung ist riesig: Das Wachstum zu sichern ohne das Ökosystem der Stadt zu gefährden ist viel anstrengender und kostenintensiver als ökologische Verantwortungslosigkeit. Aber Experten heben deutlich hervor, dass dies nicht länger eine Option ist, sondern eine Lebensnotwendigkeit.

Jedes Jahr veröffentlicht die Yale University die Daten und Ergebnisse des „Environmental Performance Index“ (EPI). Hier werden Länder nach Leistung und Entwicklung ihrer grünen Richtlinien eingestuft. Bewertet werden die Gesetze und ihre korrekte Implementierung – sowie die Umweltgesundheit.

Im Ranking ganz oben liegen die Schweiz, Lettland und Norwegen. Auf der Top-Ten Liste steht nur ein einziges nicht-europäisches Land Costa Rica. Die Länder mit den wenigsten Punkten sind Libyen, Eritrea und Tajikistan.

San Marino ist ein wunderschönes Land, eine Enklave mitten in Italien, deren 32.000 Einwohner strenge Umweltgesetze zum Schutz von Luft, Wasser und Erde unterstützen. Nicht nur in ihrer Heimat sondern auch auf internationalen Kongressen erheben sie ihre Stimme für die Umwelt. Ein tolles Beispiel für jeden von uns, aber ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Luxemburg ist ein anderes interessantes Land, das sich durch umweltfreundliche Gesetze auszeichnet, die sich auch auszahlen. Denn Luxemburg nimmt den vierten Platz im EPI-Ranking ein und erreicht eine ausgezeichnete Bilanz in den meisten Umwelt-und Gesellschafts-Indices. Aber überraschenderweise zeigt es keine guten Ergebnisse in punkto Lebensqualität. Der Grund: Die drei nahegelegenen Atomkraftwerke in Deutschland und Frankreich.

Heutzutage gibt es in San Francisco überall Fahrradwege

Auch wenn die USA eine eher verhaltene Umweltpolitik betreiben, so können sich die Errungenschaften der Westküste sehen lassen. Portland begann mit dem grünen Weg und San Francisco folgte. Vielleicht werden die von Präsident Obama angekündigten künftigen Hochgeschwindigkeitszüge für Amerika eine Gradwendung bringen. Kilometerlange Fahrradwege und saubere Straßenbahnnetze, Fußgängerstraßen wurden zu Spazierwegen und eine starke Verringerung der Treibhausgase haben diese Städte in grüne Leuchttürme verwandelt.

So wurde eine Autobahn abgerissen, um an gleicher Stelle einen Park zu errichten! Könnt Ihr Euch an einen Ort erinnern, wo so etwas schon einmal passiert ist? Nun, wir können ganz optimistisch sein, der alte Berliner Flughafen Tempelhof, wurde in 2010 zum größten Stadtpark der Welt umfunktioniert.

Eines der wichtigsten Ziele, die grüne Städte anstreben, ist die Versorgung aus erneuerbaren Energien. Reykjavik, die Hauptstadt von Island, zeigt wie es geht. Die Versorgung stammt aus geothermischen Ressourcen und der Wasserkraft. Das Land hat sich außerdem zum Ziel gesetzt bis 2050 unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden. Geothermische Energie ist auf der vulkanischen Insel so ergiebig und leicht zugänglich, das Island wahrscheinlich bald das Kraftwerk Europas sein wird.

Photo Credit: vicmontol

Photo Credit: Tyler Howart

 

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