Rollstuhl, Hund, Perücke und sogar Hummer… die kuriosesten Fundsachen bei NH Hoteles

Das ist jedem von uns schon mal passiert: mit dem Check-out schon spät dran gewesen, gleich früh morgens zum Flughafen losgehetzt oder einfach nur kurz nicht aufgepasst – und schon haben wir etwas mehr oder weniger Wichtiges im Hotel liegen lassen. Die in ihrem Mutterland Spanien und europaweit führende Hotelkette NH Hoteles besitzt ein ganzes Archiv voll mit erstaunlichen Fundstücken. Sozusagen authentische Zeugnisse unseres Lifestyles und genug Stoff für wahre Legenden um so manchen Gast.

Um ein wenig Ordnung in diese Schatztruhe voller kurioser Funde und Anekdoten zu bringen, hat NH Hoteles die Direktoren von etwa einhundert spanischen und internationalen Häusern der Kette zu den in ihren Hotels registrierten Fundsachen befragt.

Die fünf beliebtesten Fundstücke

Die Liste der Top Five wird – nicht nur in Spanien – vom Handy-Ladegerät angeführt, das gern in irgendeiner Zimmerecke in der Steckdose vergessen wird (statistisch gesehen vergisst jeder Gast bei jeder zehnten Reise sein Ladegerät), gefolgt von Unterwäsche und Pyjama –Klassiker, die allerdings in mehr als der Hälfte der Fälle nicht nachgefragt werden. An dritter Stelle steht die Bettlektüre, gefolgt vom Reisepass und – etwas abgeschlagen – von Spezialitäten der regionalen Küche, die sorgsam in der Minibar verstaut wurden. Gefunden werden die meisten Gegenstände in den Schränken (insbesondere Schuhe), unter dem oder im Bett, im Badezimmer, auf dem Nachttisch (vor allem Bücher, Reiseführer, Unterlagen/Dokumente und Geld) und in den am Meer gelegenen Hotels gern auch auf der Terrasse (meist Badesachen und Strandschuhe).

Der typisch vergessliche Gast ist laut der Umfrage mit leichtem Vorsprung männlich und 35 bis 55 Jahre alt. Ein Ergebnis, das sich bei allen Nationalitäten und Urlaubsorten deckt, wobei allerdings die Damenwelt häufiger ihre Unterwäsche liegen lässt.

 

Neben diesen alltäglichen Fundstücken können die Hotels aber auch äußerst kuriose Geschichten über so manch verlorenen Gegenstand erzählen: Besondere Erwähnung verdient hier die Zahnprothese, die – anders, als man vermuten könnte – nicht immer vermisst wird. In der Kategorie Romantik finden sich kostbare Verlobungsringe oder auch Brautschuhe, die nach der Hochzeitsnacht im Zimmer stehen gelassen werden.  Besten Kabarettstoff geben dagegen einige Fundstücke aus spanischen Hotels ab: ein Rollstuhl (wurde wohl nicht mehr gebraucht?), ein vollständiges Perückensortiment für jeden Anlass, ein herrenloser Hund (!) und eine einsame Beinprothese …

In Sachen sperrige Gegenstände berichteten die Hotels von vollgestopften Koffern, einem vier Meter langen Perserteppich, einem kompletten Liegestuhlset, einem 1,80 Meter großen Plüschpanda, einem Fahrrad, einem echten Verkehrsschild und sogar einem Geländewagen der Marke Hummer, der wochenlang in der Hotelgarage stand, bis endlich sein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte.

Das Buch der Vergesslichkeit

Für alle, die ihre Habseligkeiten vermissen, führt NH Hoteles genau Buch über die Aufbewahrung und Aushändigung sämtlicher Fundstücke und zwar unabhängig davon, wie wertvoll sie sind. Jeder Fund wird verzeichnet, mit allen verfügbaren Informationen (Name des Gastes, Zimmernummer, Aufenthaltszeitraum, Objektbeschreibung,…). In aller Regel kontaktiert das Hotel – aus Diskretionsgründen – den Gast nicht selbst, sondern wartet, bis dieser sich meldet. Die Fundgegenstände werden in Spanien ein Jahr lang, in anderen Ländern etwa sechs Monate aufbewahrt. Wenn sich nach Ablauf dieser Frist niemand gemeldet hat, entscheidet der Hoteldirektor darüber, ob der Fund dem jeweiligen Zimmermädchen überlassen oder an wohltätige Organisationen gespendet wird – auch abhängig davon, wie wertvoll er ist.

Wer sich jetzt fragt, ob bei NH Hoteles sogar vergessene Zahnbürsten aufbewahrt werden, dem sei gesagt, dass dies tatsächlich der Fall ist: Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Wert, den Gäste ihren persönlichen Sachen beimessen, zumindest nicht vorherzusagen ist. Die Housekeeper wissen von großen Suchaktionen nach so manchem Objekt zu berichten, das dem jeweiligen Besitzer besonders ans Herz gewachsen war. Dabei ist der sentimentale Wert nicht immer sofort nachvollziehbar, wie im Falle eines verschollenen Straußeneis oder eines schlichten weißen Kopfkissenbezugs.

Photo credits:

1) NH Hoteles

2) M. Rechau

 
  • geschrieben von Alex | 04 April 2012, 13:37,

    Fundsachen sind immer ein schönes Kuriosum und es ist schon erstaunlich was die NH Kunden so alles liegen lassen 😉 Zu eurer Beruhigung: Das sieht bei Flugreisenden nicht besser aus! Wir waren gerade erst auf einer Fundsachenauktion (Kofferversteigerung) und da kauft man wirklich die Katze im Sack… Aber auch die Einzelfundsachen umfassen von der Echthaarperrücke bis hin zum Surfbrett allerlei Verrücktes 😀 http://www.urlaubmachen365.de/kofferversteigerung-termine-2012-kofferauktion-lufthansa/

     

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