Hinter den Kulissen einer Gala. Oder wie man den perfekten Glamourfaktor kreiert.

Von nicole | 16:46

Anne Hathaway hat nicht nur einen Oscar gewonnen, sondern auch 900 Dollar in Gold

Alles Superlativen wenn es um „teuer“ geht: Kleider, Dekoration oder Essen. Ziemlich beeindruckend sind die Zahlen rund um die Oscar-Verleihung. Ja, vielleicht passt das alles zu dem Hollywood Star-System, aber ist so ein Event überhaupt profitabel?

Die Gala der Academy Awards in Los Angeles ist bei weitem die teuerste und luxuriöseste der Welt, aber das zahlt sich auch aus. Ein Essen mit weißen Trüffeln, das 38 Dollar kostet, mag zwar viel erscheinen, aber die Oscars waren schon immer ein lukratives Geschäft. Laut einem Hollywood-Reporter, sollen die Einnahmen bei 90 Millionen US-Dollar liegen (75 Millionen davon sollen direkt von Disney kommen für die Übertragungsrechte auf dem Sender ABC), und sogar die Stadt L.A. erhält 130 Millionen Dollar dank der kleinen goldenen Figur.

In puncto Ausgaben liegen die Oscars auch ganz weit vorn – so wird ein großer Teil des Budgets für die Dekoration ausgegeben. Alleine 25.000 Dollar kostet der rote Teppich und eine Million wird für einen dieser Kronleuchter für den Ball aufgewendet. Die Veranstalter hoffen, dass durch die Vermietung der Deko, wieder Geld in die Kassen fließt.

Wolfgang Puck ist der österreichische Chefkoch verantwortlich für den Gouverneurs-Ball – und das bereits schon zum 19. Mal in Folge. Neben Trüffeln bekommen die Hollywood-Stars hier Kaviar aus Ossetien (50 Dollar pro Unze), essbares Gold oder das teuerste Fleisch der Welt – das Kobe-Rindfleisch – in kleinen Häppchen serviert. Und dazu jede Menge Süßigkeiten und Leckereien in Form der kleinen Statue.

Der Wein, der den Gästen gereicht wird kostet fast 60 Dollar und stammt vom wunderschönen Weinanbaugebiet Napa Valley. Natürlich darf bei der Nacht der Nächte der Champagner nicht fehlen – die Rechnung steigt hier schon mal auf 90.000 US-Dollar. Wolfgang Puck hat für den Abend den Thienot Champagner geordert – ein relativ neues Champagnerhaus gegründet in 1985. Der Absatz von Thienot wird wahrscheinlich in den nächsten Monaten steigen.

Das beste und das schlechteste Outfit ist eines der meist-kommentierten Themen nach der Gala. Auch wenn sich die Fashion-Magazine nicht immer einig sind, haben in diesem Jahr fast alle einheitlich für die am besten gekleidete Schauspielerin Jennifer Lawrence gestimmt – die uns momentan von jedem Cover und jeder Website anlächelt. Ja, sie hat den Oscar gewonnen, war bei ihrer Dankesrede ein bisschen durch den Wind, aber sie sah einfach umwerfend in ihrem Dior haute couture Kleid (für 50.000 Dollar) aus. Schaut Euch doch einfach mal die Besucher des diesjährigen roten Teppichs an und entscheidet für Euch, wer die beste Figur bei den Oscars 2013 machte.

Naomi Watts mit einem Kleid von Armani Prive, kostet um die 30.000 US-Dollar

Schaut man auf die Liste der Aufwendungen für die Logistik der Gala, dann findet man weitere interessante Zahlen: Laut Hollywood Reporter 10.000 Dollar für Briefe oder 1.5 Millionen zum Schutz des Copyrights, Personalkosten, 15.000 Dollar für den Moderator, 100.000 Dollar für die Produzenten und 900 US-Dollar in Gold für jeden Oscar-Gewinner.

Veranstaltungsort – da Kodak insolvent ist, hat die Academy einen Vertrag mit Dolby Theatre für die nächsten 20 Jahre für die Oscar-Gala geschlossen. Die Summe für das überwältigende Essen und den 500-Fuß langen roten Teppich beträgt nicht ganz 40 Millionen. Trotz der immensen Ausgaben scheinen die Oscars ein riesiges Business zu sein. Wahrscheinlich weil jeder an den Oscars teilnehmen möchte, um gesehen zu werden. Denn laut der Washington Post verfolgten 40 Millionen Zuschauer die Oscar-Verleihung.

photo credit: CAFE56.net

photo credit: Clotee Pridgen Allochuku

 

Dies ist ein Übersetzung aus dem Englischen Gala logistics! Designing efficient glamour.

 

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